Neurodivergente Kommunikation: Wie Paare und Eltern die Herausforderungen der Verständigung meistern können

Eine zentrale Herausforderung mit denen neurodiverse Paare oder Eltern zu kämpfen haben ist die Kommunikation miteinander. Ein neurodivergentes Kind hat andere Bedürfnisse in der Verbindung mit einem Menschen als beispielsweise der neurotypische Vater oder die neurotypische Mutter. Somit kommt es leicht zu Mißverständnissen. Paare bei denen ein Partner neurodivergent ist verzweifeln häufig am Austausch miteinander bzw. finden nur schwer einen Weg sich gegenseitig verstanden zu fühlen.

Imagomethode für ADHS, ADS und Autismus: Effektive Kommunikation für Familien und Paare

Die Imagomethode ist besonders effektiv für Familien, Paare und Kinder mit ADHS, ADS oder aus dem Autismus-Spektrum, da sie eine strukturierte und langsame Dialogführung fördert. Durch die spezifische Verlangsamung des Kommunikationsprozesses und die klare Dialogstruktur der Imagomethode werden Reaktivität und Missverständnisse reduziert, was zu einer besseren Präsenz und Verständnis im Gespräch führt. Die Methode hilft dabei, dass sich alle Beteiligten vollständig gehört und verstanden fühlen. Sie stärkt die Beziehung und fördert wichtige Fähigkeiten wie Zuhören, Selbstkontrolle und Problemlösungskompetenz. Eine Studie, an der Carol Ann Robbins vom Annapolis ADHD Zentrum mitwirkte, zeigt, wie die Imagomethode gezielt die Kommunikation bei Neurodivergenz unterstützt. In einem Interview mit dem CHADD Institut (Children and Adults with Attention-Deficit/Hyperactivity Disord) spricht Robbins darüber wie die zentralen Techniken der Imagomethode (Spiegeln, Validieren und empathisches Einfühlen) sich insbesondere bei Partnerschaften in denen ein Partner:in mit ADHS diagnostiziert wurde, positiv auf die Beziehung auswirken können.

Neurodivergenz in Familie & Partnerschaft – Liebevoll verbunden bleiben trotz Herausforderungen

Ich weiß aus eigener Erfahrung wie herausfordernd Elternschaft und Partnerschaft sein können – gerade wenn neuronale Diversität zur täglichen Realität gehört. Ich bin Mama von drei Söhnen von denen zwei neurodivergent sind und weiß, deshalb wieviele verschiedene Themen auf Eltern einprasseln können:

Wie gelingt es, als Paar am gleichen Strang zu ziehen, wenn jeder Mensch einen anderen Zugang mitbringt?

Die Begleitung von Kindern ins Leben ist für alle Eltern ein Geschenk – und gleichzeitig ein Weg voller Stolpersteine. Gerade in Beziehungen führt das oft zu mehr Konflikten. Doch muss Liebe wirklich auf der Strecke bleiben?

Wie können Eltern mit Schule und Umfeld umgehen?

Neurodivergente Kinder erleben Schule oft als besonders herausfordernd. Konflikte mit Lehrer:innen verlagern sich nach Hause, Bewertungen des Erziehungsstils durch Außenstehende sind keine Seltenheit. Wie schaffen Eltern es, sich abzugrenzen und gleichzeitig für ihre Kinder einzustehen?

Wie umgehen, wenn Eltern Diagnosen unterschiedlich wahrnehmen?

Gerade rund um Diagnosen entsteht häufig zusätzlicher Druck: Während die eine Seite entlastet ist, empfindet die andere sie als Belastung oder zweifelt daran. So ziehen Eltern nicht immer am gleichen Strang – obwohl es gerade jetzt so wichtig wäre. Statt Klarheit und Unterstützung entstehen Missverständnisse, Konflikte und das Gefühl, in einem Boot mit zu vielen Lecks zu sitzen: Kaum ist ein Problem gelöst, tauchen gleich mehrere neue auf.

Wie bleibt Kommunikation möglich, wenn Überforderung überhandnimmt?

Inmitten dieser Daueranspannung scheint ein ruhiges Gespräch fast unmöglich. Worte werden missverstanden, Schuldzuweisungen stehen im Raum – und anstatt Nähe zu schaffen, blockiert die Situation beide Partner.

Und wie mit den Urteilen von außen umgehen?

Verwandte, Freund:innen oder Bekannte liefern oft ungefragt Ratschläge – und nicht selten kommt dabei der Vorwurf, das Verhalten des Kindes müsse an einem „falschen Erziehungsstil“ liegen. Für Eltern bedeutet das zusätzliche Schuldgefühle und Blockaden, die alles nur noch schwerer machen. Dabei bräuchten sie gerade jetzt Verständnis, Rückhalt und Vertrauen in ihren eigenen Weg.

Ich bin Heidi Collon – und ich begleite Euch gerne dabei, Euren Weg als Eltern und als Paar zu finden.

Letztendlich sind die Eltern die wichtigsten Experten für ihr Kind und die besten Fürsprecher. Leider gibt es wenig Angebote für Eltern in diesen Situationen, die ihnen helfen die eigenen Ressourcen wieder aufzufüllen. Dabei ist gerade das so wichtig, damit sie für die Kinder stark sein können.

Kommunikation zwischen neurodivergenten und neurotypischen Menschen – Nähe trotz Unterschiedlichkeit

Warum scheint die Verbindung manchmal so schwer?

Neurodivergente Menschen haben oft eine andere Aufmerksamkeitsspanne als neurotypische Menschen. Das bedeutet: An manchen Tageszeiten gelingt Kommunikation leichter, in anderen Momenten braucht es ein passendes Setting, um wirklich in Kontakt zu kommen.

Ob zwischen Eltern und Kind oder innerhalb einer Partnerschaft – genau diese Verbindung wird häufig schmerzlich vermisst. Viele Paare oder Familien erleben das Gefühl, dass ein echtes Miteinander fast unmöglich scheint.

Wie kann Imago helfen, Brücken zu bauen?

Mit der Imago-Methode entsteht durch den strukturierten Dialog ein geschützter Raum. Er gibt Sicherheit, ermöglicht Begegnung und öffnet die Tür, Bedürfnisse klar auszusprechen. Erst dadurch wird Veränderung möglich – und Nähe kann wieder wachsen.

Diese Form der Kommunikation ist sowohl für die Beziehung zwischen Eltern und Kind wertvoll als auch für Liebespaare, bei denen ein Partner neurodivergent ist. Denn echte Verbindung ist nicht nur ein Wunsch – sie kann gestaltet werden.

Finde Dein Normal

und entdecke, wie Kommunikation in deiner Familie und Partnerschaft mehr Klarheit, Verständnis und Nähe bringen kann.

Lass uns gemeinsam herausfinden,

welchen Weg Du gehen willst –

Schritt für Schritt,

sicher und verbunden.